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AHGZ: Welcher Hotelbau macht das Rennen?

30 Sep 2017

HOTELIMMOBILIE DES JAHRES 2017: Zwölf Hotels von 50 Bewerbern aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern haben es dieses Jahr in die Endrunde der Auszeichnung geschafft. Die AHGZ stellt die Nominierten vor.

Im deutschen und europäischen Hotelmarkt ist weiter viel Bewegung. Etliche neue Marken drängen zum Teil massiv auf den Markt, und viel Geld fließt von Investoren aus dem In- und Ausland in Hotelimmobilien. Die großen internationalen Hotelketten kreieren ihre eigenen Lifestyle-Marken oder beteiligen sich an hippen jungen Labels.

Dabei ist auch der Mut von Hotelinvestoren, -betreibern und -entwickelern gewachsen, unkonventionelle Wege zu gehen. So wagen sich immer mehr Hoteliers auch an schwierige Immobilien heran, die erst aufwendig umgestaltet werden müssen oder deren Flächengrößen und Grundrisse die Raster üblicher Hotelstandards sprengen. So hat sich etwa Michael Struck mit seinen Ruby Hotels darauf spezialisiert, zuvor anders genutzte Immobilien kreativ in Hotels zu verwandeln. Selbstbewusst verweist er darauf, dass Luxus nicht von der Zimmergröße abhängen muss, und hat mit seinen Häusern den Begriff Lean Luxury erfunden.

Auch beim Design sind die Hoteliers mutiger geworden. Dominierten noch vor einigen Jahren farblich sehr zurückgenommene Einrichtungskonzepte, die offenbar keinen Gast durch Extravaganzen erschrecken wollten, gibt es mittlerweile sehr erfolgreiche eigenwillig gestaltete Hotelkonzepte. Dazu zählt etwa Prizeotel mit den schrillen Farbkombinationen des Designers Karim Rashid. Und der Vintage-Stil ist in den als Wohnzimmer gestalteten Lobbys fast aller Neueröffnungen präsent. Da wirkt inzwischen ein zurückhaltendes Farbkonzept wie beim Roomers in Baden-Baden fast schon erholsam zwischen lauter bunten und gewollt zu sammengewürfelt wirkenden Einrichtungen.

Nicht nur Design, sondern auch Innovation und wirtschaftliche Tragfähigkeit berücksichtigt die vom Hotelforum vergebene Auszeichnung „Hotelimmobilie des Jahres“. Sieben Hotels in Deutschland haben es diesmal in die engere Auswahl geschafft: Am 6. Oktober wird die 17-köpfige Fachjury die renommierte Auszeichnung Hotelimmobilie des Jahres 2017 vergeben. Dabei hatten sich nicht weniger als 50 Hotels um den prestigeträchtigen Titel beworben – bisheriger Rekord.

Mit dabei sind ungewöhnliche bis spektakuläre Häuser, wie etwa das Dock Inn Hostel in Warnemünde, die Bretterbude in Heiligenhafen

oder das Roomers in Baden-Baden. „Wir haben dieses Jahr nicht nur eine Rekordbeteiligung, sondern auch eine bisher nicht dagewesene Vielfalt und Qualität von Hotelkonzepten“, sagt Architekt Jan-Oliver Meding, geschäftsführender Gesellschafter MPP und Sprecher der Hotelforum-Jury. „Deswegen haben wir uns im Rahmen der Jurysitzung entschieden, in diesem Jahr zwölf Hotels zu nominieren, davon sieben Häuser aus Deutschland und fünf aus weiteren europäischen Ländern.“

„Der europäische Hotelmarkt ist heterogener denn je“, sagt Andreas Martin, Geschäftsführer der Hotelforum Management GmbH. „Dies zeigt sich auch bei der Innovationskraft der diesjährigen Bewerbungen zur Hotelimmobilie des Jahres. Die Branche findet zunehmend schlüssige Konzepte, um an Airbnb verlorene Kundensegmente zurück zu gewinnen. Bei der Umnutzung von Bestandsimmobilien wird immer mehr Flexibilität entwickelt und auch die Ferienhotellerie präsentiert weiterhin neue Ideen, um generationsübergreifend interessante Hotelangebote zu präsentieren.“

 

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Quelle: AHGZ, 30. September 2017, Nr. 39, www.ahgz.de


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